Pinboard mit Zetteln während eines agilen Meetings

Heute stellen wir Ihnen vor, was die GPI eigentlich im Bereich der digitalen Beratung und agiler Methoden macht.

Ein Einblick in unsere Vorgehensweise

In komplexen Projektumfeldern, in denen viele verschiedene agile Teams zusammen an der Entstehung und Weiterentwicklung eines einzigen digitalen Endproduktes beteiligt sind, stehen unsere Kunden im Bereich digitale Beratung vor einer großen Herausforderung: Es gilt, die sich für einzelne Teams bewährten agilen Methoden zu skalieren und die Zusammenarbeit der Teams so zu organisieren, dass einer kontinuierlichen Produktentwicklung mit kurzer Time-To-Market nichts im Wege steht und gleichzeitig die Softwarequalität nicht leidet. Genau um diese Herausforderung zu meistern, sind verschiedene skalierbare Zusammenarbeitsmodelle entstanden, welche den Rahmen für eine strukturierte Zusammenarbeit mehrerer Teams bilden.

Wie funktioniert Scaled Agile Framework (SAFe®)?

Eines dieser Zusammenarbeitsmodelle ist das Scaled Agile Framework (SAFe®), welches sich zentral um den sogenannten Agile Release Train (ART) dreht. Der ART besteht aus mehreren cross-funktionalen Teams und liefert dem Wertschöpfungsportfolio eines Unternehmens kontinuierlich neue Services, Produkte und Funktionalitäten. Verbesserungsvorschläge und Änderungswünsche fließen dabei direkt in die Weiterentwicklung ein.

Während sich die einzelnen Teams weiterhin intern nach bekannten agilen Methoden wie Scrum oder Kanban organisieren, finden im Rahmen von SAFe® weitere Routinen statt, um den gesamten ART zu organisieren. Hierzu zählt unter anderem das zentrale und von unseren digitalen Beratern als eines der wichtigsten Events eingeordnete Program Increment Planning (PI Planning).

Wie ist der Ablauf eines PI Plannings?

Ein Program Increment (PI) ist eine definierte Zeitspanne (z.B. zehn Wochen), die sich in zweiwöchige Sprints aufteilt und in der der ART inkrementell Software entwickelt und bereitstellt. Bei dem PI Planning treffen sich alle Stakeholder des ART, um Neu-, Weiterentwicklungen und Anpassungen in das nächste PI und somit die anstehenden Sprints einzuplanen. Wichtig hierbei sind zum einen die Berücksichtigung des priorisierten Backlogs und zum anderen die Identifizierung von Abhängigkeiten der Teams untereinander, um ein paralleles Arbeiten zu ermöglichen und Engpässe zu vermeiden.

 

Usman Kotwal von der GPI beim Scrum Workshop
Usman Kotwal von der GPI beim Scrum Workshop

Was sind die Aufgaben des Release Train Engineers (RTE)

Damit der Agile Release Train nach diesem Auftaktevent reibungslos durch das PI läuft, gibt es den Release Train Engineer (RTE). Dieser kümmert sich darum, dass alle Prozesse funktionieren, Hindernisse aus dem Weg geräumt werden und eine kontinuierliche Verbesserung im ART angestrebt wird.

Die Teams arbeiten in den Sprints weiterhin selbstorganisiert und mithilfe ihrer teaminternen Kanban- oder Scrumroutinen. Sollten in den Routinen Hindernisse, sogenannte Impediments, auftreten, werden sie vom Team aufgenommen und dokumentiert. Ein Impediment kann jede Beeinträchtigung der Arbeit sein – von technischen Problemen über prozessuale bzw. organisatorische Herausforderungen bis hin zu fehlenden Ressourcen. Im weiteren Verlauf ist es die Aufgabe des RTEs und dessen Team aus Scrum Mastern, die vom Team dokumentierten Impediments zu beseitigen bzw. Improvements auszuarbeiten.

Hierfür treffen sich die Scrum Master aller Teams regelmäßig mit dem RTE zum Scrum of Scrums. Darin wird der aktuelle Stand der Routinen und Prozesse besprochen und sichergestellt, dass die Teams synchron und nach Plan arbeiten. Auch die Product Owner treffen sich regelmäßig, um sich gegenseitig zu diversen Themen zu synchronisieren.

Auswertung, Dokumentation und Nachbereitung

Am Ende jedes PIs erfolgt im Rahmen des letzten Sprints, der i.d.R für Innovations- und Planungsthemen reserviert ist, eine Auswertung, um die zukünftige Planungssicherheit zu verbessern und aus Fehlern oder Herausforderungen zu lernen. Dazu findet im Rahmen der „Inspect and Adapt“-Routine ein Problem Solving Workshop statt, in dem die dokumentierten Impediments und Improvements aufgegriffen und gemeinsam mit dem Team bearbeitet werden. Parallel beginnt die Vorbereitung des nächsten PI-Plannings mit dem Ranking von neuen Features, die in das folgende PI aufgenommen werden sollen.

 

Die GPI begleitet ihre Kunden nicht nur bei der Transformation hin zu modernen Formen der Zusammenarbeit wie dem Scaled Agile Framework (SAFe®), sondern unterstützt auch bei der Planung, Ausgestaltung, Koordination und Nachbereitung der operativen Tätigkeiten und steigt nach Bedarf in konkrete Themen mit ein, um diese nach vorne zu bringen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann nehmen Sie noch heute Kontakt mit uns auf und schreiben Sie uns!