Liebe GPI Blogleserinnen, liebe GPI Blogleser,

neun Wochen sind wir nun als GPI Team ausschließlich remote tätig. Zeit nachzufragen, wie es wem in diesen neun Wochen ergangen ist.

Heute im Interview unser Gründer und Geschäftsführer – Dimitrios Horozidis. Normalerweise reist Dimi quer durch die Republik, betreut Kunden und ist für unsere GPI’ler an den Standorten da. Nun ist auch er seit Wochen im Home Office, führt die GPI rein remote und stemmt wie Millionen andere Familien gemeinsam mit seiner Frau die Betreuung und das Home Schooling des gemeinsamen Kindes.

Hallo Dimi, wie hat sich Dein Arbeitsalltag durch Corona verändert? 

“Es gibt eine Stelle, die sich sehr krass verändert hat, denn seit der ersten März Woche bin auch ich komplett zu Hause. Das ist aber an sich auch das Einzige – die Termine sind nicht weniger geworden, eher deutlich mehr. Strategische Erarbeitungen mache ich zwischen 5 Uhr und 8 Uhr oder wieder ab 18 Uhr. Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne sehr früh anfange und die Zeit nutze bevor die Termine losgehen. Das ist jetzt im Home Office auch nicht anders und hat zusätzlich den Vorteil, dass mein Sohn da auch noch schläft (Zwinkern) Für mich war es faszinierend und gleichsam eine Bestätigung für unsere bisherige Arbeitsweise, unser GPI Team konnte nahezu nahtlos im Home Office weiterarbeiten. Da bin ich wirklich stolz drauf! Wir haben am Sonntag im Management entschieden, dass wir ab Montag auch unsere Büros schließen und unser Team hat in dieser Woche das beste Ergebnis im Jahr hingelegt! Roberto und ich forcieren seit der Gründung eine sehr flexible und mobile Arbeitsweise – dafür ist die Unternehmenskultur und das Miteinander entscheidend. Wir sehen jetzt in der Krise, dass wir durch unsere Unternehmenskultur ein starkes Fundament innerhalb der GPI für diese so herausfordernde Zeit haben.

Wie schaffst Du es denn ganz persönlich die Betreuung von Deinem Sohn, das Home Schooling und die Leitung der GPI zu vereinbaren? 

“Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass wir aus meiner Sicht hier ein gesellschaftliches Problem haben. Millionen von Kinder müssen von zu Hause betreut werden. Das hat ja massive Auswirkungen auf ganz verschiedene Dimensionen – psychische Gesundheit der Kinder, der Eltern, Entwicklung der Kinder und auch auf das Bruttoinlandsprodukt. Vor allem die Chancengleichheit ist aus meiner Sicht nun überhaupt nicht mehr gegeben. Wir als GPI haben derzeit kurzfristig beschlossen unser Know-how für die digitale Bildung einzusetzen. Wir sind es nicht nur gewohnt virtuell zu arbeiten, wir beraten heute schon Kunden im Bereich der digitalen Zusammenarbeit und auch die Schulbehörde Hamburg gehört seit Jahren zu unseren Kunden. Daher haben wir das Projekt “Digital Schooling” gestartet.

Persönlich nutze ich die Flexibilität, um die Betreuung und das Home Schooling zu meistern. Bedeutet konkret, dass es in meinem Kalender feste Blocker gibt, an denen ich für die GPI´ler nicht erreichbar bin und in dieser Zeit Home Schooling mache oder auch Sport mit meinem Sohn – es ist ja nicht nur die Schule weggefallen, sondern auch jegliche Freizeitaktivitäten wie Klettern oder Fußball. Diese Flexibilität nutze aber nicht nur ich, wir haben von Anfang unseren Eltern absolute Freiheit gegeben, um ihren Arbeitsalltag und das Familienleben zu organisieren. So können sie auch am Wochenende Sachen vor- oder nacharbeiten, am frühen Morgen oder am späten Abend. Nicht zu unterschätzen ist hier ja aber, dass wir weiterhin unsere Kunden beraten und somit all die Flexibilität immer zu den Projekten passen muss. Aber hier sitzen wir ja derzeit in Deutschland alle in einem Boot und somit spüren auch wir ein großes Miteinander. Nichtsdestotrotz ist die Belastung da und so flexibel wir es auch gestalten – anstrengend bleibt es für alle!”

Zurück zur GPI. Auch wir befinden uns im Krisenmodus und nun kannst Du nicht einfach mal einen Kaffee trinken mit dem Team. Wie gehst Du damit um? 

“Auch wenn sich das vielleicht in den Tagen abgedroschen anhört, mit einer klaren und transparenten Kommunikation! Wir haben bereits im Februar mit dem Krisenstab gestartet und waren somit gerade zu Beginn der Krise sehr schnell sehr gut aufgestellt. Für uns steht die Gesundheit unseres Teams und deren Familien an erster Stelle. Daher haben wir sehr frühzeitig unsere Berater von den vor-Ort Einsätzen zurückgeholt und dann auch sehr zügig entschieden, dass wir auch die Büros schließen und ausschließlich remote tätig sind. Wir sind auch von Anfang an mit unseren Projektleitern im engen Austausch. Am Anfang täglich, mittlerweile zwei Mal pro Woche. Wir schauen hier genau hin: In welchen Projekten gibt es Schwierigkeiten? Wo werden Budgets gekürzt? usw. Weiterhin führen wir regelmäßig virtuelle Termine mit der gesamten GPI durch und sprechen hier sehr transparent über die aktuelle Situation. Jetzt im Mai mussten auch wir für Teile des Teams Kurzarbeit anmelden, umso wichtiger sind hier Transparenz und Gespräche. Daher führen wir zusätzlich sehr viele Einzelgespräche – all das wird dann wieder im Management besprochen, mit den Markttrends zusammengelegt und die nächsten Schritte davon abgleitet. Eins ist klar: durch eine Krise kommt man nur Schritt für Schritt, das ist ein Marathon und kein Sprint und vor allem gilt es durchzuhalten und nicht stehen zu bleiben.

Aber auch der informelle Austausch ist wichtig. Das gemeinsame Mittagessen, der Austausch an der Kaffeemaschine, all das ist ja erstmal weggefallen. Daher haben wir nun viele virtuelle Angebote für unser Team – sei es das Mittagessen, das Feierabendbierchen oder auch der gemeinsame virtuelle Sport. All das stärkt den Teamzusammenhalt – über drei Standorte hinweg.

Vielen Dank Dir Dimi für diese Einblicke. Eine letzte Frage zum Schluss: was machst Du, wenn es wieder “normal” ist? 

“Als erstes freue ich mich auf ein reales Mittagessen mit meinem Team, dann fahre ich wieder persönlich zu den Kunden und privat werden wir erstmal ein paar Tage wegfahren – egal wohin…(Lächeln)!”

Vielen Dank Dir!

Mehr Einblicke findet ihr auf unserem Blog und bei dem nächsten Interview sprechen wir mit Debbie. Deborah verantwortet bei uns das Recruiting und wie man neue Mitarbeiter in der Krise auswählt, das besprechen wir mit ihr!