Roberto Richter: seit einem Jahr Mitglied im Senat der Wirtschaft

Roberto Richter, Gründer und Geschäftsführer der GPI Consulting GmbH, ist seit gut einem Jahr Mitglied im Senat der Wirtschaft. Genau darüber haben wir uns mit ihm unterhalten – wie fand er sein erstes Jahr als Senator und wie sieht die Senatsarbeit in dieser so ungewöhnlichen Zeit aus?

Roberto, ein gutes Jahr bist Du nun Senator der Wirtschaft. Wie fällt Dein Fazit aus? 

Spannend! Spannend, weil der Senat der Wirtschaft ein Interessenverband ist, der sich dennoch freispricht von Lobby Arbeit. Das ist natürlich nicht so einfach, da es sehr unterschiedliche Ansichten innerhalb des Senats gibt. Da immer unabhängig zu denken, fällt verständlicherweise an der einen oder anderen Stelle nicht so leicht. Was mir sehr gut gefällt, ist das Konzept der Nachhaltigkeit. Das zieht sich wirklich komplett durch alle Themen durch. Bereits bei meinem ersten Termin in Bonn (mit Karneval Einlage – gerade ich als Karnevalmuffel (Zwinkern) ) wurde für jedes Hellau ein Baum gepflanzt.

In welchen Themen engagierst Du Dich? 

Der Senat der Wirtschaft ist in Arbeitsgruppen – sogenannten Kommissionen – unterteilt. Hier habe ich zwei Bereiche, in denen ich mich engagiere. Zum einen digitale Bildung – seit unserer Gründung sind wir als GPI Consulting GmbH im Bereich der digitalen Bildung tätig und führen von Beginn an bis heute Projekte für die Schulbehörde Hamburg durch. Da lag es nahe, dass ich mich auch im Senat für den Bereich digitale Bildung einsetze. Hier haben wir uns im vergangenen Jahr vor allem mit dem Bildungspakt beschäftigt.

Weiterhin engagiere ich mich im Bereich der Digitalen Zukunft. Hier ging es letztes Jahr leider nur schleppend voran. Das muss sich schnell ändern, zeigt uns doch allein die COVID-19 Pandemie die Bedeutung der Digitalisierung!

Was war für Dich das Highlight des vergangenen Jahres?

Definitiv die Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Christoph Brüssel, dem Vorsitzenden des Senats der Wirtschaft. Er kann Menschen zusammenbringen, Themen vorantreiben. Daher hat es mich auch sehr gefreut, dass er die Keynote anlässlich unseres 10. GPI Geburtstags im vergangenen Sommer gehalten hat.

Das Gespräch mit Cem Özdemir war auch ein Highlight 2019. Die Scharfsinnigkeit seiner Aussagen fand ich sehr einprägsam – unabhängig von seiner Partei.

Wie erlebst Du nun den Senat der Wirtschaft in dieser Zeit? 

Höchst professionell. Alle Termine finden remote statt. Maximal zwei Personen sind vor Ort. Zusätzliche Gesprächspartner werden per virtueller Schaltung hinzugeholt. Die aktuellen Herausforderungen werden sehr klar adressiert – von den existenziellen Herausforderungen für das Veranstaltungsmanagement bis hin zu fehlenden Lieferketten.  Vor allem gibt es immer wieder aus dem Kreis der Senatoren interessante Lösungsvorschläge für die Politik mit denen sie der Wirtschaft tatsächlich gut helfen könnte. Einige haben es auch ins Konjunkturpaket der Bundesregierung geschafft. Darüber hinaus gibt es einen virtuellen Marktplatz, auf dem jeder seine aktuellen Produktinformationen und Problemlösungen veröffentlichen kann.

Zum Abschluss noch die Frage: was hast Du Dir für das restliche Jahr 2020 vorgenommen? 

Weiteres Engagement und Vorantreiben der so wichtigen Themen Digitale Bildung und Digitale Zukunft.

 

Vielen Dank Dir Roberto für die Einblicke in Dein Engagement für den Senat der Wirtschaft.