anforderunsmanagement meeting

Liebe GPI Blogleserinnen, liebe GPI Blogleser,

Sie haben ein komplexes Projekt vor sich, in dem unterschiedliche Fachbereiche mitarbeiten? Externe Entwickler sind ebenfalls eingebunden? Die Themen sind vielfältig und sie wissen nicht, womit sie anfangen sollen? Wir erstellen den Masterplan!

Herausforderungen des Anforderungsmanagements

Was ist Anforderungsmanagement eigentlich? Um zu verstehen, was hinter dem Begriff Anforderungsmanagement steckt, wollen wir zunächst eine Situation betrachten, die Ihnen sicherlich bekannt vorkommt: Im Rahmen der Digitalisierung eines Unternehmens sieht man sich einigen neuen Herausforderungen ausgesetzt.

Zum einen ist sowohl die Anzahl der Stakeholder als auch die Vielzahl der eingereichten Anforderungen der Stakeholder um ein Vielfaches gestiegen, da die Kommunikation bspw. per Mail und Chat-Programmen einfacher geworden ist. Zum anderen werden Anforderungen oft kurzfristig eingereicht und aufgrund mangelnder Zeit unsauber formuliert. Diese Veränderung kann schnell zur Überforderung führen. Es gilt also, einen klaren Überblick über die gestellten Anforderungen zu bekommen, um alle Anforderungen bis zur Deadline zu verstehen und zu strukturieren.

Im Anforderungsmanagement stehen unsere Beraterinnen und Berater von GPI Require häufig vor der Herausforderung, die Interessen der Anforderer (Stakeholder) und die des Fachbereichs mit den umsetzenden Entwicklern zu vereinen. Hierzu setzen wir unterschiedliche Methoden des Anforderungsmanagments ein.

Die beiden Parteien sprechen nicht immer dieselbe Sprache. Fehler aufgrund von Kommunikationsproblemen führen somit oft zu Mehraufwand und erhöhten Kosten. Daher bildet eine gute Dokumentation das Fundament eines erfolgreichen Anforderungsmanagements.

Hier ein Blick auf die Facetten der Stakeholder im Anforderungsmanagement, der die Herausforderung verdeutlicht:

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Quelle: Unbekannt

Kriterien und Methoden des Anforderungsmanagements

Die Qualität einer guten Dokumentation kann anhand der folgenden Kriterien beurteilt werden: Verständlichkeit, Eindeutigkeit, Nachweisbarkeit, Widerspruchsfreiheit, Vollständigkeit und Testbarkeit. Das Ziel der Dokumentation ist, dass alle Beteiligten das gleiche Verständnis teilen.

Zunächst müssen die Anforderungen aller relevanten Stakeholder aufgenommen werden. Semistrukturierte Interviews eignen sich an dieser Stelle gut, um anhand eines Leitfadens grundlegende Fragen zu stellen. Gleichzeitig wird genug Raum geboten, den Fokus flexibel auf verschiedene Schwerpunkte zu legen, in Abhängigkeit der Charaktere und Rollen.

Eine alternative Methode zu den Interviews stellt Design Thinking dar. Dabei werden auf kreative Art innovative Ansätze gebildet.

Welche Methode letztendlich gewählt wird, ist individuell zu entscheiden und von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Wichtig ist jedoch, mit Fingerspitzengefühl herauszufinden, was die Stakeholder tatsächlich brauchen. Dabei ist es hilfreich in regelmäßigem Austausch mit den Stakeholdern zu stehen, um ein gemeinsames Verständnis zu behalten und Änderungen der Anforderungen frühzeitig zu erkennen. Hier können regelmäßige Meetings von Nutzen sein. Nicht selten stellt die Aufnahme von Anforderungen ein iteratives Verfahren dar, sodass schrittweise alle Unklarheiten beseitigt werden.

Ablauf und Struktur des Anforderungsmanagements

Wurden die Anforderungen vollständig aufgenommen und sortiert, müssen sie im nächsten Schritt sauber dokumentiert werden. Hierbei kann im Vorfeld die Erstellung von Personas hilfreich sein. Das bedeutet, es werden fiktive Personen mit einem bestimmten Nutzungsverhalten erstellt, um die Beweggründe der Anforderungen nachvollziehen zu können. Die Anforderungen werden dann in Form von User Stories formuliert. Festgelegte Akzeptanzkriterien helfen, die Anforderungen überprüfbar zu machen.

Mit einem sauberen Anforderungsmanagement kann diese komplexe Situation analysiert, strukturiert und in Folge qualitativ bearbeitet werden. Zunächst müssen also alle Anforderungen mit einer geeigneten Software dokumentiert und präzisiert werden. Um diese Fülle an Informationen bewältigen zu können empfiehlt es sich die Anforderungen zu clustern, sodass bei der Bearbeitung Synergieeffekte geschaffen werden. Zusätzlich sollten die Anforderungen in Beziehung zueinander betrachtet werden, um Abhängigkeiten zu identifizieren.

Darüber hinaus ist es besonders wichtig, die Anforderungen vor der Bearbeitung zu priorisieren und einzuplanen. Dabei gilt es die Dokumentation der Anforderungen zu jeder Zeit aktuell zu halten. Für einen strukturierten Ablauf der Entwicklung sollten außerdem geeignete Prozesse definiert und implementiert werden.

Wir begleiten Sie durch den gesamten Prozess

Uns bei der GPI ist es besonders wichtig, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Daher begleiten wir unsere Kunden nicht nur bei der Aufnahme der Anforderungen, sondern unterstützen ebenfalls bei der Koordination der Bearbeitung, beim Testing der Umsetzung sowie bei der Abnahme der fertigen Entwicklung.

Wir beraten Sie nach den Ansätzen des International Requirements Engineering Boards (IREB). Während der Umsetzung von Anforderungen arbeiten wir bei der GPI gern mit agilen Methoden, um flexibel auf Änderungen eingehen zu können.

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