Wir bleiben zu Hause - Interview mit Deborah Neudeck (Recruiting)

Liebe GPI Blogleserinnen, liebe GPI Blogleser,

vergangene Woche haben wir mit Dimitrios Horozidis über die Veränderung der ganz persönlichen Arbeitssituation seit dem Ausbruch der Corona Krise gesprochen. Heute im Interview unsere Personalreferentin Deborah Neudeck. Debbie ist seit 2016 bei der GPI, betreut unsere GPIler in jeglichen personalrechtlichen Fragen und verantwortet somit auch den Recruiting Prozess. Heute sprechen wir mit ihr darüber, wie sich das Recruiting für sie durch die Krise verändert hat.

Hallo Debbie, machst Du derzeit überhaupt Recruiting oder ist das gestoppt? 

Auf jeden Fall spielt das Recruiting auch in der Krise eine große Rolle bei uns. Gerade wir als kleines Beratungsunternehmen können es uns nicht leisten, kein Augenmerk auf dem Bewerbermarkt zu haben. Es ist wichtig präsent zu sein und attraktiv für potentielle BewerberInnen zu sein. Wir sprechen natürlich offen mit unseren Bewerberinnen und Bewerbern darüber, dass es in gewissen Bereichen derzeit keinen Bedarf gibt. Aber auch hier bleiben wir in Kontakt und wer weiß, was sich morgen oder übermorgen ergibt?

Derzeit suchen wir verstärkt Software EntwicklerInnen mit einem sehr speziellen Profil. Da ist es wichtig auch Active Sourcing zu betreiben. Denn diese Personen werden nicht nur von uns am Markt gesucht und können sich ihre Arbeitsstelle oftmals aussuchen. Da langt es nicht, rein über Stellenanzeigen zu gehen. Hier ist es wichtig direkt in einen persönlichen Austausch zu treten, um unseren sehr besonderen GPI Spirit bereits im Bewerbungsprozess erlebbar zu machen.

Was ist das Besondere für Dich im Recruiting während der Krise?

Die Besonderheit besteht aktuell darin, die BewerberInnen trotz der Kontaktbeschränkungen kennenzulernen. Wir führen derzeit alle Gespräche in unserem mehrstufigen Bewerbungsprozess nur rein remote durch. Eine/n BewerberIn “richtig” einzuschätzen durch nur 2-3 persönliche Gespräche ist schon herausfordernd und nun per Kamera macht das alles nicht einfacher. Wir führen die Gespräche aber sehr offen durch und haben an unserer Vorgehensweise nichts geändert. Die BewerberInnen müssen sich bspw. in der letzten Bewerbungsrunde selbst präsentieren, so dass wir die Persönlichkeit noch besser kennen lernen können. Ebenfalls sprechen wir bereits im Bewerbungsprozess sehr offen über die derzeitige Krisensituation und welche Auswirkungen diese auf uns als GPI hat. Dies hilft für beide Seiten ein besseres Verständnis zu erlangen. Können BewerberInnen mit der Krise umgehen? Sind sie in der Lage, mit der Transparenz umzugehen oder verunsichert sie diese?

Was hat sich somit für Dich im Arbeitsalltag geändert? 

Von den Arbeitsinhalten wenig aber von der Art – alles findet remote und virtuell statt. Sei es der Bewerbungsprozess, die Einarbeitung, Feedbackgespräche oder auch sehr persönliche Gespräche mit dem Team. Normalerweise bin ich sehr regelmäßig an unseren unterschiedlichen Standorten, in Stuttgart sowieso nahezu permanent. An sich bin ich vor der Krise gar nicht die große Nutzerin des Home Offices gewesen. Viel lieber bin ich im Büro, esse gemeinsam mit dem Team Mittag und nutze die Möglichkeit des persönlichen Austauschs. Nun geht das nicht präsent aber dafür virtuell.

Daher führe ich sehr viele virtuelle Austauschtermine und bleibe so in Kontakt. Die letzten zwei Wochen habe ich beispielsweise mit jedem GPIler einen Austausch geführt, um zu hören, wie es jedem einzelnen geht!

Auch Einarbeitungen führen wir derzeit rein virtuell durch und haben nun die Erkenntnis, dass es funktioniert (Lächeln)

Was nimmst Du für Dich aus der Krise mit? Wirst Du weiterhin den Recruiting Prozess virtuell durchführen?

Bereits vor der Krise war unser Recruiting Prozess ja zum Teil schon virtuell, das wird auch so bleiben. Aber definitiv wird es wieder persönliche Gespräche geben! Es ist und bleibt was anderes wenn BewerberInnen uns und wir die BewerberInnen persönlich kennenlernen können.

Und ansonsten freue ich mich jetzt schon wieder auf die erste gemeinsame Mittagspause an jedem Standort!

 

Vielen Dank Debbie! Als nächstes unterhalten wir uns mit Simon. Er ist Projektleiter bei uns und war vor der Krise normalerweise vier Tage die Woche vor Ort bei dem Kunden. Seid gespannt, wie sein Arbeitsalltag nun aussieht und was er dazu sagt!