Ausschnitt einer Tastatur

Hallo liebe GPI Blog Leserinnen und Leser,

vor ein paar Monaten standen meine Familie und ich vor der Entscheidung, wohin es für uns nach dem Umzug aus San Francisco hingehen sollte. So richtig einig waren wir uns da nicht, aber für unsere Tochter Fiona, sollte es näher an die Familie gehen. Toller Job und neuer Wohnort? Da kam nur ein cooler Laden mit Möglichkeit zum mobilen Arbeiten in Frage.

Der Plan war die drei Standorte in München, Stuttgart und Hamburg oft genug zu besuchen, um das Team auch persönlich kennen zulernen und dann kam alles anders, als man denkt. In meinem ersten Monat bei der GPI  direkt die COVID-19 Pandemie. Kein Reisen stattdessen mobiles Arbeiten von zu Hause.

Der perfekte Test für meine Überzeugung, dass sich mobiles Arbeiten mit den heutigen technischen Mitteln sehr gut abbilden lässt!

Daher möchte ich heute ein paar Tools, Methoden und Erfahrungen teilen, die das mobile Arbeiten zu einer guten Erfahrung machen.

Video Chat

Darüber muss man schon gar nichts mehr schreiben. LinkedIn ist voll mit Bildern von Menschen in Video-Konferenzen #homeoffice.

In unseren online Meetings haben wir ein paar Sachen gelernt

  1. Kamera an, denn das schafft Verbindlichkeit und ist so viel persönlicher.
  2. Mute Button wenn man nichts zu sagen hat, damit man den Redebeitrag auch deutlich hören kann.
  3. Headsets sind nahezu überall ausverkauft, weil sie die Sprachqualität deutlich erhöhen, wenn parallel Benjamin Blümchen trötet.
  4. Eine gute Moderation hebt die Qualität immens.
  5. Kamera dann doch wieder aus, wenn die Bandbreite nicht reicht.

Chat Tool

Wir nutzen Mattermost mit Channels für die jeweiligen Themen. Teams können hier fachliche Themen besprechen, jeder wer möchte kann die anderen an seinem Leben zu Hause teilhaben lassen (Off Topic ;-)) und coole Blog Posts teilen. Dabei muss man nicht immer online sein und kriegt auch alles mit, wenn man einen Termin hatte oder eine Runde Stretching eingelegt hat.

Collaboration Tools

Wir nutzen Jira und Confluence. Jira hilft uns dabei ungemein unsere Arbeit zu tracken und auch zu visualisieren. Das ist vor allem beim mobilen Arbeiten hilfreich, da jeder weiß woran gearbeitet wird und daher Abstimmungsaufwand minimiert wird. Als GPI Wiki verwenden wir Confluence und wer noch kein Fan der gleichzeitigen Bearbeitung von wiki pages war, wird es spätestens im Homeoffice!

Online Whiteboard

Visualisierungen helfen Zusammenhänge aufzudecken, Gedanken zusammen zu entwickeln und komplexe Sachverhalte zu verstehen. Wir alle lieben Whiteboard Sessions und daher kann ich die Verwendung von Online Whiteboard Tools wie miro nur empfehlen!

Infrastruktur

Um all diese Tools verwenden zu können, ist eine gute Internetanbindung fast unerlässlich. Video-Telefonie im Besonderen ist hier ein Treiber für viel Traffic. Mit meinem Setup mit einer guten DSL Leitung (400 Mbit down und 50 up) und google wifi fahre ich sehr gut. Ab und an sehe ich aber Kollegen nicht, da sie Bandbreite sparen müssen.

Als kleine Firma haben wir keine Probleme mit unserer VPN Lösung basierend auf OpenVPN. Wir können das skalieren, da sie auf 100% mobiles Arbeiten ausgelegt ist. Bei einigen unserer Kunden ist das nicht so einfach und die Kapazitätsgrenzen schon fast erreicht.

Wir drücken die Daumen, dass dort der Betrieb aufrecht erhalten kann. Ihr schafft das, liebe Sys-Admins!

Solltet ihr zu einem der Tools Fragen oder Anmerkungen haben, so freue ich mich über eine Nachricht. Noch mehr freue ich mich über neue Tools von denen ich bisher noch nichts wusste!

Viele Grüße und be safe

Felix