Arbeit der Zukunft: Schlüsselrolle Human Resources

Liebe GPI Blogleserinnen, liebe GPI Blogleser,

ein Bild ging durch die sozialen Medien:

Wer treibt die Digitalisierung voran? Und die Antwort ist nicht der COO oder der CTO, nein, es ist COVID-19.

Die letzten Wochen haben es gezeigt, wenn man muss, geht es. Von heute auf morgen wurden Geschäftsmodelle digitalisiert, ganze Abteilungen / Unternehmen ins Home Office verlagert. Und die Erkenntnis? Es geht! Auch wenn sich viele mittlerweile nach dem Büroalltag und dem gemeinsamen Mittagessen sehnen.

Für mich ist klar: es wird kein “weiter so” mehr geben können. Bedingt durch die Erfahrungen der vergangenen Wochen, müssen nun nachhaltige Lösungen für die Arbeit der Zukunft geschaffen werden.

Arbeit der Zukunft und die Bedeutung von Human Resources

Eine der Schlüsselrollen in diesem Wandel ist aus meiner Sicht Human Resources. Die Gestaltung der Arbeit der Zukunft bedarf einer Zusammenarbeit aus den verschiedenen Rollen gebündelt bei Human Resources. Die die Gestaltung von Ideen und die Bedürfnisse aller Rollen im Blick hat, die Einführung neuer Arbeitsmodelle und diese wiederum vereinbart mit den bestehenden Arbeitsschutzgesetzen, all das wird in der kommenden Zeit eine Schlüsselaufgabe von HR sein. Human Resources wird hierbei nicht nur als Treiber und Gestalter der Zukunftsarbeit gesehen, es ist auch eine große Chance die Personalarbeit selbst zu digitalisieren und ihre Relevanz im Unternehmen zu steigern.

Flexibles Arbeiten als Teil der Arbeit der Zukunft

In den letzten Wochen wurde das flexible Arbeiten immer präsenter. An und für sich gibt es das flexible Arbeiten schon lange. Durch die Digitalisierung ist allerdings das Ausmaß dieser Möglichkeit gestiegen. Für viele Unternehmen ist dieses Thema noch Neuland. Daher ist es die Aufgabe von HR, die richtigen Strukturen aufzustellen, um flexibles Arbeiten fair und effizient zu gestalten. Flexible Arbeitsmodelle bieten viele Optionen doch in der aktuellen Situation ist vor allem das Modell des Standort flexiblen Arbeitens nicht wegzudenken.

Remote oder teilweise im Büro zu arbeiten wird für viele Unternehmen in Zukunft ein attraktives Arbeitsmodell werden. Dieses Modell wirkt sich auch auf die Kosten aus. Wie beispielsweise die Einsparung der Miete durch die Reduktion von Büroräumen und Nebenkosten. Aber auch Arbeitnehmende sparen den Arbeitsweg und Transportkosten können ebenfalls minimiert werden. Lässt man Arbeitnehmende selbst darüber entscheiden, wie und wo gearbeitet werden kann, steigert dies natürlich auch die Produktivität und kann die Fluktuation senken.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass auch Führungskräfte mit diesem Modell arbeiten können. Hierbei stellt sich die Frage, wie kann ich meinen Führungsstil gestalten, um auch weiterhin remote erfolgreich für mein Team als Führungskraft da zu sein? Was macht eine „gute“ Führungskraft in Zeiten von remote Arbeit aus? Wie schaffe ich es Vertrauen im Team aufzubauen und ein wertschätzendes Umfeld zu schaffen? Als „neue“ digitale Führungskraft müssen auch Rollen neu gedacht werden. In diesem Zusammenhang sollte die Führungskraft aus meiner Sicht als Beziehungsmanager und Coach auftreten und ein guter Kommunikator sein.

Kommunikation als Erfolgsfaktor für ein flexibles Arbeiten

Um auch beim flexiblem Arbeiten weiterhin mit seinem Team in Verbindung zu stehen, muss eine stabile Infrastruktur aufgebaut werden. Dazu gehören nicht nur Laptops oder eine stabile Internetverbindung, sondern auch Headsets und ein Zugang zu Team-Collaboration Tools. Diese Tools bieten die Möglichkeit Remote Konferenzen abzuhalten, Kurznachrichten zu verschicken oder Dokumente auszutauschen. Damit auch aus der Ferne ein erfolgreiches Projektmanagement durchgeführt werden kann. Wir empfehlen Regeln der Kommunikation aufzustellen und bspw. regelmäßige Check-Ins innerhalb des Teams durchzuführen, um zu erfahren, wie es den Teammitgliedern geht:

  • Führt Retrospektiven ein, um die remote Kommunikation zu verbessern
  • Stellt euch die Fragen „Was lief gut?“, „Was sollte gelassen werden?“, „Was könnten wir neues ausprobieren?“ oder lasst einfach ein Lob da und zeigt Wertschätzung eurem Gegenüber.
  • Nutzt sogenannte Collaboration Cards, um die Effizienz eurer Kommunikation bei remote Konferenzen zu steigern.

Eines möchte ich persönlich noch klar stellen. Die flexible Arbeit kann die persönliche Ebene/ Art der Zusammenarbeit nicht ersetzen. Wir alle wollen auch weiterhin im direkten Kontakt zu unseren Kollegen stehen. Das physische Zusammenkommen wird auch weiterhin eines der wichtigsten Dinge bleiben. Dennoch ermöglicht uns die flexible Arbeit neue Möglichkeiten, uns auch aus der Ferne besser zu vernetzen und die Zusammenarbeit in Teams und auch übergreifend effizient und produktiv zu gestalten.

Liebe Grüße und bleiben Sie gesund

David Ockert