Digitalisierung von Behördengängen durch automatisierte Tests

28/04/2025

7 Jahre Qualitätssicherung in einer sich wandelnden Branche

In den letzten sieben Jahren hat die GPI Consulting aktiv an der Digitalisierung von Behördengängen mitgewirkt. Die eingenommene Rolle als QA-Mitarbeiter (Quality Assurance) umfasste dabei nicht nur das Testen der Software, sondern auch die Entwicklung von Teststrategien, die Sicherstellung von Akzeptanzkriterien in der Anforderungsphase sowie die Automatisierung und Optimierung von Testprozessen innerhalb einer DevOps-Umgebung.

Qualitätssicherung in der digitalen Verwaltung

Die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen ist eine der größten Herausforderungen der modernen IT. Dabei geht es nicht nur um die Implementierung neuer Technologien, sondern auch um die Gewährleistung ihrer Funktionalität, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit. Die zentrale Aufgabe der Qualitätssicherung ist es, Fehler frühzeitig zu erkennen und zu verhindern, damit digitale Prozesse effizient, sicher und bürgerfreundlich sind.

Teststrategien und Akzeptanzkriterien

Ein zentraler Aspekt unserer Arbeit war die enge Zusammenarbeit mit dem Anforderungsmanagement. Bereits in der Anforderungsphase war es wichtig, Akzeptanzkriterien für das Projektteam verständlich und klar zu definieren, um sicherzustellen, dass die entwickelte Software testbare Komponenten enthält. Diese Kriterien bildeten die Grundlage für funktionale Tests und sorgten dafür, dass die Anforderungen korrekt umgesetzt wurden.

Die Teststrategie umfasste sowohl manuelle als auch automatisierte Tests. Dabei kamen verschiedene Methoden wie exploratives Testen, Regressionstests und End-to-End-Tests zum Einsatz. Insbesondere die Automatisierung mit dem “automation first”-Ansatz spielte eine wesentliche Rolle, um wiederholbare Tests effizient durchzuführen und somit die Qualität der Software langfristig sicherzustellen.

Testdatengenerierung für realistische Szenarien

Ein weiterer entscheidender Aspekt der Teststrategie war die Testdatengenerierung. Realistische Testdaten sind essenziell, um aussagekräftige Testergebnisse zu erhalten und sicherzustellen, dass die Software unter realen Bedingungen funktioniert. Dabei wurden verschiedene Methoden eingesetzt:

  • Manuelle Testdatenerstellung: Speziell für gezielte Testfälle oder edge cases.

  • Automatisierte Testdatengenerierung: Skripte, die dynamisch Datenbanken mit realitätsnahen Daten füllen.

  • Anonymisierte Echtdaten: Nutzung von verändeten und anonymisierten echten Verwaltungsdaten unter Wahrung des Datenschutzes.

  • Zufallsgenerierte Daten: Um unterschiedliche Szenarien abzudecken und Robustheitstests durchzuführen.

Die Generierung passender Testdaten stellte sicher, dass sowohl Standard- als auch Grenzfälle abgedeckt wurden und die Software realistische Arbeitslasten bewältigen konnte.

DevOps und automatisierte Testpipelines

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit war die Integration von Testprozessen in eine DevOps-Umgebung. Hierbei wurden Pipelines erstellt, die es ermöglichten, Tests entweder manuell oder durch automatische Trigger auszuführen. Beispiele für solche Trigger waren Git-Commits oder Deployments, wodurch sichergestellt wurde, dass jede Code-Änderung sofort getestet werden konnte. Ein 2-minütiger Smoketest war für die Entwickler sehr hilfreich nach dem Motto: “Ich habe durch meinen Commit nichts kaputtgemacht”.

Unsere Tests liefen jede Nacht, sodass wir jeden Morgen ein frisches Testergebnis sowie eine klare Einschätzung über unsere Softwarequalität hatten. Diese kontinuierliche Rückmeldung in den Daily Scrums ermöglichte es uns, Probleme frühzeitig zu identifizieren und Verbesserungen schnell umzusetzen.

Die Vorteile der automatisierten Testpipelines waren unter anderem:

Frühzeitige Fehlererkennung

Bugs konnten direkt nach einem Commit oder Deployment entdeckt und behoben werden.

Reduzierung manueller Aufwände

Tester mussten nicht mehr jeden Testfall einzeln ausführen, sondern konnten sich auf explorative Tests und komplexe Szenarien konzentrieren.

Schnellere Bereitstellung von Software

Durch Continuous Integration und Continuous Deployment (CI/CD) konnten neue Funktionen effizient und sicher ausgeliefert werden.

Fazit: Digitalisierung braucht Qualitätssicherung

Die Digitalisierung von Behördengängen erfordert eine zuverlässige und qualitativ hochwertige Software. Als QA-Mitarbeiter konnte wir durch systematische Teststrategien, die Einbindung von Akzeptanzkriterien, eine durchdachte Testdatengenerierung und die Automatisierung von Tests einen wesentlichen Beitrag dazu leisten. Die Kombination aus DevOps und Qualitätssicherung ermöglicht es, digitale Verwaltungsprozesse effizienter und bürgerfreundlicher zu gestalten. Die nächsten Jahre werden zeigen, wie sich diese Entwicklungen weiter entfalten und welche neuen Herausforderungen auf uns warten.

AutorIn
Bild von Martin Wolters
Martin Wolters

Qualitätsmanager bei GPI Consulting GmbH

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